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Letzter Einsatz 2007

Hier nun also die lang erwarteten Bilder unseres Jahresabschlussevents mit all unseren Freunden auf dem Sturmovik I Server!

Bitte wieder einmal sich die näselnde Stimme des Wochenschau Kommentators vergegenwärtigen!

Tätäääärätäääää, unsere Heldenhaften Geschwader fliegen gegen feindliche Schiffsansanmlungen im Raum Palermo.....









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Abriegelung über Calais, Dora 9

 

Die Amis haben, gemeinsam mit den Tommies die zweite Front eröffnet. Das Geschwader wurde im D-Zug Tempo nach Südfrankreich verlegt. In der Nähe von Fallaise haben wir gestern unsere alten, betagten 109er abgegeben. Ein bisschen Wehmut war schon dabei als wir sahen wie Stück für Stück unserer alten Pferde, in Kisten verpackt, den Platz verließen. Viel Zeit zum ausruhen blieb uns nicht denn schon drei Tage später standen SIE vor uns. Dunkelgrün mit braun, grauen Tupfern noch streng nach Farbe riechend unsere Neuen Doras!Wir haben schon viel gehört von diesem Wundervogel, dass wir nun die Ersten sein werden die diesen Vogel im Einsatz fliegen hätte vor einer Woche noch niemand zu träumen gewagt.Das Einfliegen war beschämend einfach, diese Mühle ist ein Monster das auch eine Kinderhand führen könnte. Roll und Steigrate liegen jenseits von gut und böse, nur im unteren Geschwindigkeitsbereich neigt sie zur Zickigkeit und wird zunehmend nervöser.  Gestern dann die ersten Einsätze.
 

Wir sitzen neben unseren Mühlen spielen Schach oder Skat, jedem wie beliebt.Da kommt der Obergefreite Münzer aus der Flugleitung gespritzt….

Alarm.Laut Einsatzleitung soll nur ein Schwarm in die Luft, Kameraden der Ersten Gruppe werden mit Ihren Antons im Raum Callais zu diesem Schwarm stoßen und in diesem Bereich für Luftdeckung sorgen. Ich hebe den Arm, Fritz mein Wart brüllt „Frei“, ich zünde und der Jumo 12 Zylinder, eigentlich ein Bombermotor, erwacht zum Leben. 1750 PS die ich nur mit dem kleinen Griff meines Gashebels zügeln kann, erfüllen die Welt mit infernalischem Getöse. Kurzer Blick nach links, Snafu nickt, kurzer Sichtkontakt nach rechts zu Flix und Bully. Ich balle die Hand zur Faust und bewege den Arm ruckartig nach vorn. Gleichzeitig schiebe ich mit der linken ganz vorsichtig die Pulle nach vorn. Langsam kommen wir in Fahrt.Trotz des Motorenlärms höre ich plötzlich ein Bersten hinter mir, noch deutlicher höre ich ein Fluchen. Muss wohl Flix gewesen sein….Wir sind weg von der Bahn und ziehen in eine flache Platzkurve. Flix steht schon auf der Tragfläche seiner aufgebockten Dora und winkt uns zu. Alles in Ordnung, sauber…. 

Wir drehen auf 310 und fangen hart zu steigen an. Laut Fliefüh wimmelt es über Calais nur so vor Spits und Mustangs, egal, das Wetter ist schön, wenn Frieden wäre könnte man diesen Flug einfach nur genießen.Ein Knacken in meinen Hörern verrät, dass Ungemach im Anmarsch ist. Vor dem Flug hatten wir Funkstille bis Callais vereinbart. Das  ausgerechnet Snafu die jetzt bricht, lässt schlimmes erahnen. Hustend und schnaufend berichtet er mir, dass sich seine Kabine immer mehr mit Qualm füllt. Kurz darauf sehe ich wie er seine Kabinenhaube absprengt. Ich gebe Ihm noch dem Kompasskurs zum nächsten Platz durch, dann entschwindet seine Dora, mittlerweile schon einen beträchtlichen Schweif ziehend, meinen Blicken. 

Ich überfliege meine Instrumente, alles in bester Ordnung, also weiter nach Callais.Ich erreiche 7000m, von den Antons der ersten Gruppe ist weit und breit nichts zu sehen.Kurz darauf  eine verräterische Reflexion direkt unter mir. Ich kippe über links ab und seile mich völlig unbemerkt an das Heck des Kontaktes. Eine Spitfire! Die Flügelform zeigt mir das ich es mit einer schwerer bewaffneten „E“ Version zu tun hab. Noch hat sie mich nicht bemerkt. 300, 200, 100…….bei Fünfzig Metern drücke ich den elektrischen Auslöser meiner Kanonen.  Das knattern hat etwas von einer Schnelllaufenden Nähmaschine, nur das diese hier tödlich ist. Schwer getroffen trudelt die Spit nach rechts weg. Beim Überfliegen kann ich ein gelbes Rumpfband erkennen, Jungs der 41. Squadron. Laut Feindlage nicht der gefährlichste Gegner. Ich ziehe wieder hoch, bin nun direkt über unserem Fliegerhorst bei Callais. Von oben kann ich sehr gut die schweren Verwüstungen erkennen. Verursacht durch rollende Einsätze der Amis und Tommis.Ein zischen und sirren reißt mich aus meinen tiefschürfenden Betrachtungen.Sofort rolle ich die Maschine anderthalb Mal um die eigene Achse und ziehe dann nach links oben weg. Das macht mir keine Spitfire nach. Jetzt hab ich Zeit meine Lage zu beschnuppern.
 
Die mich angreifende Spit zieht in einem weiten Bogen hinter mir her. Leicht abgesetzt von Ihr und etwas höher lauert eine zweite, durch Ihren Höhenvorteil weitaus gefährlichere Spit. Viel Zeit zum überlegen bleibt nicht. In einer weiten Rechtskurve mit voller Leistung und Steigrate  versuche ich der Zweiten so wenig wie möglich Angriffsfläche zu bieten.Als sie hinter mir vorbei rast erkenn ich das gelbe Rumpfband. Nun werde ich ruhiger, beide Spits haben Ihren Höhenvorteil aufgegeben. Ich ziehe sie über den Platz bei Callais. Laut Fliefüh sollen dort Flackgruppen zur Höhendeckung postiert worden sein.Und wirklich, kaum über Callais angekommen, bricht die Hölle um die mich verfolgenden Spits los. Nicht lange und einer meiner Verfolger zieht eine leichte Rauchfahne. Schlagartig ändert sich die Situation. Der Smoker bricht sofort meine Verfolgung ab und geht über Lisa nach Norden, die andere Spit folgt ihm , Deckung gebend.Schwerer Fehler Jungs! Hart über Lisa in den Abschwung gehend komme ich sofort hinter die unbeschädigte Spit. Meine Nähmaschine verrichtet wieder bravourös Ihre Arbeit. Rauch und Spritfahne ziehend dampft nun auch die zweite Spit Richtung Heimat.Immer wieder greife ich abwechselnd die eine oder andere Spit an. Setze Treffer um Treffer. Beide verlieren aus allen Knopflöchern ihren Sprit. Beim überfliegen höre ich das quietschende Keuchen der Motoren, doch sie wollen einfach nicht runter.Ein Blick auf meine Benzinuhr lässt mich zusammenzucken, die Warnleuchte glimmt mir fröhlich blinzelnd ins Gesicht. Die Verfolgung hat mich weit über den Kanal gebracht. Nun heißt es den kürzesten Kurs zum nächsten Platz abstecken. Es ist Callais! Hab ich nicht vorhin erst die Riesen Krater auf  den Bahnen bewundert? Ich ahne schlimmes!Im Sparflug nähere ich mich der Küste. Freundlich begrüßt von eigener leichter Flak schiesse ich ESS was das Zeug hält. Keine Wirkung, die Jungs ballern weiter. Die Dora wirkt wohl erschreckend feindlich….. Mit Glück erreiche ich kurz darauf Callais und setze zwischen den Bahnen auf einer, inzwischen hergerichteten Grasnabe, mehr recht als schlecht, auf.Beim ausrollen knackt es in meinen Hörern. Billi von der Ersten Gruppe meldet sich. Sorry, man hatte die falschen Funkcodes erhalte.
 

BRGDS

LoHan

 

 

 

Angriff auf feindliche Trägergruppe in den Fjorden von Norwegen

….dumpf und schwer schwappt das schwarze Atlantikwasser gegen die niedrigen Wände meines Schlauchbootes. Zweiundsiebzig Stunden oder sind es schon Sechsundneunzig? Meine Lippen sind aufgefasert und geschwollen, die salzige Seeluft macht mir schwer zu schaffen.Vor drei, vier Tagen war das noch anders…..  Frisch und ausgeruht, gerade aus Rostock vom Urlaub zurück, stehe ich in der Stabsbaracke der Gruppe und harre der Dinge die da kommen mögen. Die Schwarmführer der Gruppe schauen verlegen zu Boden und ziehen imaginäre Kreise mit den Stiefelspitzen in die frisch gebohnerten Bodendielen.Kein Wunder sind sie doch eben Zeugen eines einmaligen Vorganges geworden, dessen Protagonisten sich noch immer gegenüberstehen. Auf der einen Seite der Komo, ein verlegenes Grinsen im Gesicht, auf der anderen der Einsätzer der Gruppe, noch immer wutschnaubend und am liebsten mit den Beinen stampfend. Der Grund war simpel. Der Komo hatte den exakt vom Führungsstab ausgearbeiteten Plan nicht gelesen und war lieber, nach ausgedehnten Casinobesuch, mit zwei der weiblichen Kantinenhilfen auf seiner Bude verschwunden um dort noch ein wenig weiter zu feiern. Die morgendliche Einsatzbesprechung war dann so verlaufen, dass dem Schulterzucken des einen, der Wutausbruch des anderen folgte. Gerettet wurden die Anwesenden durch die Uhr. Deren Zeiger wanderten unweigerlich auf den Punkt zu an dem die gesamte Gruppe in der Luft sein sollte, um einen vor Tromsö gesichteten größeren Feindverband anzugreifen.Aufgeteilt in vier Schwärme von denen zwei als Jagdbomber agieren, sollen wir im Verbund mit Kampfgeschwadern den Verband zum abdrehen zwingen.Laut Feindlagebericht sollen sich zwei schwere Träger im Verband befinden.

Vielen von uns geht der Arsch schon jetzt auf Grundeis. 16:30 Uhr, ich sitze in meiner Mühle, der roten eins und rauche eine der Zigarren die Käthe mir mitgegeben hat und von denen ich weiß das Sie die Dinger auf dem Schwarzmarkt ergattert hat. Ich schaue nach links zu Flix, dem Rottenführer der zweiten Rotte. Kalt und ruhig sitzt er da. Ob er auch so kalt ist wenn er einen der Briten im Revi hat? Die Abschussbalken an seinem Heck erinnern mich das ich hier einen der Besten der Gruppe an meiner Seite hab.Dann schau ich nach rechts, Kim, mein Katschmarek. Mit hinterm Kopf verschränkten Armen sitzt er im Cockpit und blinzelt in die Sonne. Denkt bestimmt wieder an die Weiber die er morgen oder noch heut Abend aufreißen wird, ein verrückter Hund.Bully, den Geführten von Flix kenne ich nicht weiter, hab aber gesehen das er letztens am einzigen Telefonapparat  der Gruppe ein Endlosgespräch führte. Die Schlange die sich hinter Ihm bildete interessierte Ihn scheinbar  nicht. Jetzt kann ich nur seinen lässig aus der Kabine baumelnden Arm sehen. 16:45 Uhr, am Gefechtsstand gehen weiße Kugeln hoch. Ich ziehe noch einmal die Gurte straff. Heinz, mein Mechaniker gibt das Frei Zeichen und ich betätige den Anlasserknopf.Augenblicklich erwacht die Welt in Lärm. Nach dem Knallen der Anlasser, lassen 1600 gebändigte Pferdestärken von sich hören.Kurzer Blick nach links, kurzer nach Rechts, ich hebe die rechte Hand und in dem Moment wo ich sie fallen lasse, schiebe ich mit der linken die Pulle rein.Vier FockeWulf 190, rollen an , werden immer schneller und heben dann eine nach der anderen ab. In flacher Lisa-Kurve, das Fahrwerk einziehend verschwinden sie am Horizont.Kurzer Funkspruch an Bodo, „Schwarm Rot in der Luft, Sicherung am Gartenzaun, Hallo 40“. Von oben können wir den Start der nachfolgenden Schwärme beobachten. Einer nach dem anderen hebt ab und fliegt zu den befohlenen Sammelräumen.Die schnarrende Stimme des Kommandeurs lässt uns wissen, dass Schwarm Schwarz, die Jaboeinheit, den Sammelraum mit Kurs zwo-drei-null, in Richtung der Ziele verlassen hat.Der Anflug zu den Zielen lässt uns auf einen ruhigen Abend hoffen. Kontakte die sich von oben auf unsere Jabos stürzen werden als Maschinen anderer, eigener Einheiten identifiziert. Die Trägergruppe des Feindes taucht am Horizont auf. Wie geplant, ist es das letzte Licht des Tages, dass so genannte Büchsenlicht, dass den Jabos den Anflug erleichtern und den Richtkanonieren der Schiffe das Zielen erschweren soll, das jetzt einsetzt.

Der Komo gruppiert noch einmal um und setzt dann zum Angriff aus Süden kommend an.Die Lage der flach über dem Wasser geworfenen Bomben liegt gut, dass können wir noch beobachten dann werden wir von der Schiffsartillerie so schwer eingedeckt , dass wir, Höhe verringernd in Richtung Ost ausweichen müssen. Schwarm Blau ist mittlerweile in Luftkämpfe verwickelt. Die Lage dort scheint aber übersichtlich, so dass wir uns weiter um den Schutz der abfliegenden Jabos kümmern können.Und da sind sie auch schon. Drei kleine glitzernde Pünktchen nähern sich unseren Jabos von hinten. Kurzer Warnspruch an den Komo und schon stürzen wir.Flix geht von rechts, ich gehe von links an den Feind. Es sind Spitfire, die kleinen gefürchteten Einsitzer, die uns schon über England solche Probleme bereiteten. Das die Briten die Dinger jetzt auch auf Ihren Trägern haben gibt mir zu denken…..

Aber ran jetzt, wir müssen sie abfangen. Schnell wird die Spit größer in meinem Revi. Als sie es fast ausfüllt, drücke ich den elekrischen Auslöser meiner Waffen.Das Aufblitzen der vier 20mm Maschinenkanonen blendet mich für einen Moment. Meine Leuchtspur, fährt wie eine Schlange zum Gegner und bleckt dort an der Tragfläche. Große Teile brechen aus der Spitfire, dann bricht sie hart weg. Ich zieh in ein weiches JoJo , fahre die Gefechtsklappen aus und setze mich hinter die angeschlagene Spitfire. Mit harten Rollbewegungen sucht der Tommy sein Heil in der Flucht. Doch zuverlässig verrichtet meine Focke Ihre Pflicht. Noch zwei Feuerstöße und ein brennender Ölfleck auf dem Wasser verkündet sein Ende. Ein Aussteigen konnte ich nicht beobachten.Nicht weit von uns entfernt im Osten, schlägt ein qualmendes Wrack aufs Wasser. Die von Flix bedrängte Spitfire! Ich schaue mich um.

Die Katschmarecks hängen immer noch an unseren Flügeln. Wie treue Wachhunde haben sie die ganze Zeit darüber gewacht, dass uns niemand von hinten anknabbert. Doch jetzt ist nicht die Zeit um sentimental zu werden. „Wo ist die dritte Spit? Es waren drei!“ frage ich offen über den Sprechfunk ….. Die Hälse in den Kabinen neben mir  fangen an wild zu drehen.Dann, wie ein Schlag „Han, wegbrechen, Spit von hinten!“Ich trete voll in die Ruder, Höhe haben wir keine ich kann also nicht nach unten weg.Die Ladung der Spit verfehlt meine Kabine um Haaresbreite.  Röhrend zieht sie über mich hinweg, begleitet von Flix und seinem Geführten.Warum fühlt sich meine Mühle so schwammig an? Erst jetzt wird mir bewusst, dass es hinter meinem Sitz klappert und rumort als ob tausend Teufelchen darin werkelten.Ein ziehen am Knüppel bringt die Wahrheit ans Licht, hat der Sauhund, der gerade sein Leben ein paar Kilometer hinter mir aushaucht, doch noch meine Steuerung erwischt.Kim, ruft mich über Funk und berichtet, dass ich eine leichte Rauchfahne ziehe.Flix und Bully sind inzwischen wieder ran geknüppelt und nehmen mich in die Mitte.

Keine zehn Minuten später verkündet ein stetig ansteigendes kreischen im Motor, dass dieser bald aussetzen wird. Notwassern oder aussteigen, ich entscheide mich für das Letztere.Kurze Absprache mit Flix über die Positionsdaten zur Weitergabe an die Seenotrettungsdienste, dann reiße ich die Sprengvorrichtung des Kabinendaches.Ein eisiger Fahrtwind bläst mir ins Gesicht. Mein Gott ist das kalt…..Ich öffne die Schnellverschlüsse der Gurte, rolle die Mühle auf den Kopf und stoße mich ab.Keine Minute später, hänge ich, zusammen mit meinem Schlauchboot, dass an einer Leine befestigt, 5 Meter unter mir baumelt, sicher am Fallschirm und gleite in Richtung Wasseroberfläche. Wie ich nach dem Aufschlag in das sich selbstaufblasende Boot gelangt bin weiß ich nicht mehr. Aber als ich endlich auf dem Boden des Bootes kauere, lass ich mir als erstes die in der Notverpflegung enthaltene Flasche Schnaps schmecken. Warm und wohlig wird mir. Ich schlafe ein……..

 

….dumpf und schwer schwappt das schwarze Atlantikwasser gegen die niedrigen Wände meines Schlauchbootes.Ein leicht dumpfes dröhnen hat mich geweckt. Kopfschmerzen? Das dröhnen wir lauter und dann ein Punkt, dicht unter dem Horizont. Er kommt schnell näher, eine Arado der Seeüberwachung….ich bin gerettet……

BRGDS

LoHan